ILM setzt auf Aufbruch

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 01.09.2026

August Handel und Industrie in Offenbach zusammen. Drei Tage lang standen Order, Gespräche und Networking im Mittelpunkt. Aussteller berichteten von konkreten Aufträgen, Neukundenkontakten und guten Gesprächen mit bestehenden Partnern. Zugleich war eine veränderte Grundhaltung spürbar: Statt die bekannten Herausforderungen des Marktes in den Mittelpunkt zu stellen, prägten Pragmatismus, Zuversicht und der Wille, Chancen zu nutzen, das Messegeschehen. Auch international stieß die ILM auf Resonanz: Nach zwei Tagen waren Besucher aus 59 Ländern vor Ort.

Impulse lieferte zudem das Rahmenprogramm mit Trendvorträgen, Talks und Keynotes. Trendforscherin Karolina Landowski stellte die wachsende Bedeutung von „Human Made“ heraus – ein Aspekt, der bei Taschen und Lederwaren angesichts der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz an Relevanz gewinnt. Handwerk, Materialkenntnis und persönliche Beratung rücken damit stärker in den Fokus.

Auch bei den Produkten zeigte sich Bewegung. Nach Jahren zurückhaltender Ästhetik gewinnen Farbe, Glitzer, Charms und Anhänger wieder an Bedeutung. Für Frühjahr/Sommer 2027 zeichnet sich zudem der Jelly-Trend ab. Im Reisegepäck sorgen Frontopening-Lösungen, Zusatzfunktionen und wandelbare Modelle für neue Kaufanreize.

Ein Höhepunkt war die Rückkehr des ILM Awards, der erstmals seit 2019 wieder verliehen wurde. Bei „Best in Product“ überzeugte Deuter mit einer wandelbaren 90-Liter-Duffel, gefolgt von Cabaia und Jost. In der Kategorie „Best in Retail“ gewann Leder Maurer vor der Henschel Modehaus Gruppe und Leder Spahn.

Die ILM unterstrich damit erneut ihre Funktion als persönlicher Treffpunkt der Branche. Gerade angesichts kürzerer Zyklen und zunehmender digitaler Kommunikation gewinnen direkter Austausch und persönliche Netzwerke an Bedeutung. Die nächste ILM findet vom 13. bis 15. Februar 2027 in Offenbach statt. www.ilm-offenbach.de

Bilder: © Niklas Möller