Werbeartikelbranche mit erheblichem Wirtschaftsfaktor
Veröffentlicht am 15.09.2026
Studie beziffert globalen wirtschaftlichen Fußabdruck auf 406,2 Milliarden Euro
Wie groß ist die wirtschaftliche Bedeutung der Werbeartikelbranche tatsächlich? Eine von der Promotional Products Association International (PPAI) beauftragte und von Oxford Economics durchgeführte Studie liefert darauf erstmals eine globale Antwort. Der GWW unterstützte die Untersuchung als deutscher Partner. Die folgenden Angaben basieren auf einer Pressemitteilung des GWW vom 8. September 2026.
Danach stützte das weltweite Werbeartikel-Ökosystem im Jahr 2025 insgesamt 406,2 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung beziehungsweise am globalen Bruttoinlandsprodukt. Berücksichtigt wurden dabei nicht allein Produktion und Veredelung, sondern auch Beschaffung, Vertrieb, Einzelhandel, E-Commerce, Fulfillment sowie Marketing und Markenaktivierung. Für individualisierte Produkte gaben Kunden weltweit 290,9 Milliarden Euro aus. Davon entfielen 93,4 Milliarden Euro auf haptische Werbung.
Deutschland im internationalen Spitzenfeld
Auch der deutsche Markt erweist sich als gewichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Ausgaben für individualisierte Produkte beliefen sich laut Studie auf 12,4 Milliarden Euro. Davon entfielen 5,5 Milliarden Euro auf haptische Werbung und 6,9 Milliarden Euro auf Merchandising-, Lizenz- und personalisierte Produkte.
Insgesamt trägt die Branche demnach 14,9 Milliarden Euro zum deutschen BIP bei und sichert rund 171.000 Arbeitsplätze. Damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz vier. Auch beim Steueraufkommen hinterlässt die Branche deutliche Spuren: 6,3 Milliarden Euro an Steuern werden ihr zugerechnet.
Neue Perspektive auf den Markt
Die deutlich über dem bislang vom GWW ausgewiesenen B2B-Branchenumsatz von 3,16 Milliarden Euro liegende Zahl für die Marktausgaben ist vor allem auf die umfassendere Betrachtung zurückzuführen. Oxford Economics berücksichtigt zusätzlich unter anderem individualisierte Produkte aus E-Commerce-Kanälen sowie Direktkäufe und Importe von Herstellern und Lieferanten.
Für GWW-Geschäftsführer Ralf Uwe Scheider unterstreichen die Ergebnisse die wirtschaftliche Relevanz der Branche. Er verbindet die Zahlen zugleich mit der Forderung nach weniger Bürokratie und einer klaren steuerlichen Behandlung, um Wachstum und Beschäftigung in Deutschland weiter zu fördern.
Bild: Adobe Stock – Garun Studios