GWW-Jahrestagung 2026: Stabiler Verband, klare Signale

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 25.06.2026

Sachlich, konzentriert und dennoch mit positiven Momenten: So präsentierte sich die Jahrestagung 2026 des Gesamtverbandes der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW), die am 22. und 23. Juni in Bonn stattfand. Lediglich 51 und damit nur rund ein Viertel der Verbandsmitglieder nutzten die Veranstaltung zum Austausch über aktuelle Branchenthemen und zur aktiven Mitgestaltung der Verbandsarbeit.

Die wirtschaftliche Lage der Werbeartikelbranche bleibt angespannt. Der Werbeartikel-Monitor 2025 weist insgesamt deutliche Rückgänge aus, und auch die Erwartungen für das kommende Jahr sind noch verhalten. Gleichzeitig zeigte sich jedoch: Der Verband selbst steht auf einem soliden finanziellen Fundament. Vorstand und Geschäftsstelle wurden mit großer Mehrheit entlastet – ein klares Vertrauenssignal der Mitglieder.

Inhaltlich setzte die Tagung Akzente. Zwei Vorträge eröffneten das Programm: Ein wissenschaftlicher Blick auf die Wirkung haptischer Werbung warb für mehr Selbstbewusstsein in der Branche, gefolgt von praxisnahen Impulsen zur Neukundengewinnung, die auch für aufgelockerte Momente sorgten. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge der GWW Young Professionals, die ihre Akademie 2026 vorstellten.
Für entspannte Gespräche abseits des Sitzungssaals sorgte das traditionelle Summermeeting am Abend. In sommerlicher Atmosphäre entwickelte sich ein lebendiger Austausch, getragen von guter Stimmung.

Beim abendlichen Summermeeting in subtropischer Witterung direkt am Rhein stand der lockere Austausch im Mittelpunkt.

In der Mitgliederversammlung stand die politische Arbeit des Verbandes im Fokus. Vorgestellt wurde eine Reforminitiative zur steuerlichen Behandlung von Werbeartikeln, die gemeinsam mit Partnerverbänden entwickelt wurde. Mit konkreten Forderungen, Zahlenmaterial und vorbereiteten Anschreiben will der GWW den Themen Bürokratieabbau und Steuerrecht mehr Gewicht verleihen. Positive Resonanz gab es auch für die Hochschularbeit, deren Ergebnisse der Branche internationale Anerkennung verschafft haben.

Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich die Ankündigung des Abschieds von Geschäftsführer Ralf Samuel, der sich nach 26 Jahren an der Spitze des Verbandes aus der operativen Verantwortung zurückzieht. Vorstandsvorsitzender Frank Jansen würdigte das jahrzehntelange Engagement Samuels. Die anwesenden Mitglieder dankten ihm mit langanhaltendem Applaus. Zum 1. Juli 2026 übernimmt dann Ralf Uwe Schneider die alleinige Geschäftsführung.

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Bilder: GWW