Neue Studie: Werbeartikel erzielen hohe Marketingwirkung bei kleinem CO²-Fußabdruck

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine neue unabhängige Studie zeigt, dass Werbeartikel im Vergleich zu vielen anderen Werbeformen eine hohe Marketingwirkung bei gleichzeitig deutlich geringerem CO₂-Fußabdruck pro Erinnerung erzielen. Damit erhalten Marken erstmals eine belastbare, datengestützte Grundlage, um Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Werbemaßnahmen direkt miteinander zu vergleichen.

Die Studie wurde im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit des GWW e.V. mit europäischen Partnern initiiert und gemeinsam mit ASI und PPAI beauftragt. Die Durchführung übernahm das unabhängige britische Klimaberatungsunternehmen 51toCarbonZero Ltd., das etablierte Tools zur CO₂-Bilanzierung sowie veröffentlichte Vergleichsstudien nutzte. Untersucht wurde, wie Werbeartikel im Vergleich zu digitaler Werbung, TV, Radio, Außen- und Printwerbung abschneiden, wenn sowohl Marketingwirkung als auch Umweltbelastung betrachtet werden.

Grundlage des sogenannten „Werbeartikel-CO₂-Projekts“ ist eine Lebenszyklusanalyse von Werbeartikeln – von der Produktion über Transport und Nutzung bis zur Entsorgung. Die Daten wurden so aufbereitet, dass sie mit anderen Mediengattungen in Europa und den USA vergleichbar sind.

Zentrale Ergebnisse der Studie:

• Werbeartikel zählen – gemessen an CO₂-Emissionen pro gespeicherter Impression – zu den effizientesten Werbeformen und liegen gleichauf mit oder direkt hinter Außenwerbung.
• Pro Erinnerung verursachen sie bis zu achtmal weniger CO₂ als digitale Werbung wie Social-Media- oder Display-Anzeigen.
• In Europa und den USA gehören Werbeartikel auf Kampagnenbasis zu den CO₂-effizientesten untersuchten Kanälen.

Neue Argumente für Lieferanten und Händler

Für Händler und Lieferanten liefern die Ergebnisse neue Argumente, um Werbeartikel als zukunftsfähige Lösung für wachstums- und nachhaltigkeitsorientierte Marken zu positionieren. Gleichzeitig erleichtern sie Gespräche über Markenbekanntheit, ESG-Ziele und langfristigen Mehrwert.

Die Studie verdeutlicht zudem, warum Werbeartikel eine besondere Rolle im nachhaltigen Marketingmix spielen: Durch ihre langfristige Nutzung erzeugen sie über einen langen Zeitraum Markenpräsenz und senken so die Emissionen pro Erinnerung. Anders als bei digitalen und Rundfunkmedien können Marken außerdem gezielt Einfluss auf Materialien, Produktion, Logistik und das Produktende nehmen. Ergänzend zeigen frühere Studien, dass Nachhaltigkeit auch die Markenwahrnehmung stärkt – viele Verbraucher bewerten umweltfreundliche Werbeartikel positiv.

Die Autoren betonen, dass auch Werbeartikel Emissionen verursachen, die Studie jedoch einen realistischen Vergleichsrahmen schafft. Sie dient als Ausgangspunkt für weitere Forschung und als Grundlage, um Missverständnisse – etwa die Annahme, Werbeartikel würden schnell entsorgt – faktenbasiert zu entkräften.

Der GWW versteht die Studie als Beginn eines Prozesses. Ziel ist es, weitere Marktteilnehmer einzubinden, Datengrundlagen zu erweitern und konkrete Roadmaps zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Branche zu entwickeln.

Quelle und nähere Informationen: GWW e.V. • www.gww.de

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